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Die Wahl der geeigneten Überwachungskamera hängt von der Zielsetzung an die Sicherheit ab

Bei der Planung einer Videoüberwachung sollte zunächst festgelegt werden, ob eine Farb- oder S/W – Überwachungskamera, eine Fix- oder bewegliche Kamera zum Einsatz gebracht werden soll, oder eventuell eine Wärmebild- oder Netzwerkkamera den besten Nutzen erzielt.


Wärmebild-Überwachungskamera:

  • keine zusätzliche Beleuchtung notwendig
  • auch tagsüber effektiv einsetzbar
  • Überwachung großer Freiflächen mit wenigen Kameras
  • Günstige Betriebskosten
  • Einsetzbar bei bei leichtem Nebel, Regen oder Rauch
  • Ein Verstecken von Wärmequellen ist nur mit sehr großem Aufwand möglich

Eine Wärmebild-Überwachungskamera kann extrem kleine Temperaturunterschiede sichtbar machen. Diese Temperaturunterschiede lassen sich in ein Echtzeit-Videobild umwandeln und können z.B. auf Standard-Monitoren dargestellt werden.

Daher eignet sich das Videobild hervorragend für Nachtsichtanwendungen. Im Gegensatz zu anderen Nachtsichtsystemen, die geringe Mengen an Restlicht benötigen, um ein Bild zu erzeugen, braucht eine Wärmebildkamera überhaupt kein Licht. Daher ist sie das perfekte Werkzeug, um in absoluter Dunkelheit und in tiefster Nacht Personen oder Objekte zu beobachten. Auch bei Tageslicht können Wärmebildkameras Vorteile gegenüber herkömmlichen Kameras hinsichtlich der Erkennung von Personen haben.

Wärmebild-Überwachungskameras sind äußerst effizient bei der Sicherung großer und offener Bereiche. Die Wärmebildtechnik ist für Einbrecher unsichtbar, mit ihrer Hilfe können Sicherheitsmitarbeiter Eindringlinge frühzeitig erkennen, ohne dass die Einbrecher dies bemerken. Sie schützt Menschen und Wirtschaftsgüter, bevor sie einer Gefahr ausgesetzt sind.

Wärmebildkameras sind inzwischen auch in Kombination mit Farbkameramodulen verfügbar. Diese Dualkamera kombiniert die Stärken der beiden Techniken und bietet daraus resultierend bestmögliche Überwachungsfunktionen.

Wärmebild-Überwachungskamera

Bildvergleich einer Tagesbildkamera und einer Wärmebildkamera


Schwarz-Weiss-Überwachungskamera:

  • Infrarotempfindlich
  • hohe Lichtempfindlichkeit
  • Hohe Bildauflösung
  • günstiger in der Anschaffung

Der Bedarf an SW-Überwachungskameras nimmt deutlich ab. Sie werden zunehmend von Tag/Nachtkameras abgelöst.

Schwarz-Weiss-Überwachungskamera

Leistungsmerkmale einer Farb-Überwachungskamera:

  • zusätzliche Identifikation zu einer S/W-Kamera durch den Farbanteil
  • Eine Farbaufnahme wirkt für das menschliche Auge natürlicher

Nachteile zur SW-Kamera:

  • geringere Bildauflösung
  • geringere Lichtempfindlichkeit
  • keine Infrarotempfindlichkeit

Auch Farb-Überwachungskameras werden immer häufiger durch Tag/Nachtkameras ersetzt.

Panasonic Farbkamera

Tag-Nacht-Überwachungskamera

Day-/Night-Überwachungskameras (Multispektral) sind in der Lage Farb- und S/W-Signale zur Verfügung zu stellen. Hierzu schaltet die Überwachungskamera bei Reduzierung der Beleuchtungsverhältnisse von Farb- auf S/W-Betrieb um und kann dann als lichtstarke SW-Kamera mit zusätzlicher Infrarot-Beleuchtung (IR) betrieben werden. Dieser Kameratyp beinhaltet alle Stärken der Farb- und S/W-Kamera.

Tag-Nacht-Überwachungskamera

Bewegliche Überwachungskamera

Um eine Position oder einen Blickwinkel einer Szenerie individuell überwachen zu können, ist es erforderlich eine Kamera auf eine Schwenk/Neige-Einheit aufzusetzen. Zusätzlich muß die Überwachungskamera mit einem Motor-Zoom-Objektiv ausgestattet werden.

Inzwischen verfügt der Videomarkt zu den bekannten "langsamen" Schwenk-Neige-Einheiten, auch über so genannte High-Speed-Einrichtungen, deren Schwenkbewegung für eine Vollumdrehung beispielsweise weit unter einer Sekunde liegen kann. Die Vorteile dieser Schwenk/Neige-Einrichtungen liegen in der guten Verfolgbarkeit eines sich bewegenden Objektes sowie in der Verknüpfung zu weiteren Sicherheitseinrichtungen, da bei einer Alarmmeldung des Fremdsystems, die Überwachngskamera nahezu zeitgleich automatisch auf den Alarmstandort gerichtet wird.

Bewegliche Überwachungskamera

Netzwerkkamera

Die Netzwerkkamera läßt sich als Kombination aus Überwachungskamera und Computer beschreiben. Sie erfassen und übertragen Live-Bilder direkt über ein IP-Netzwerk und ermöglichen es befugten Benutzern, Video über eine IP-basierte Standard-Netzwerk-Infrastruktur lokal oder entfernt anzuzeigen, zu speichern und zu verwalten.

Netzwerkkameras verfügen über eine eigene IP-Adresse. Sie werden an das Netzwerk angeschlossen und verfügen über einen integrierten Webserver, FTP-Server, E-Mail-Client, Alarm-Management und Programmfunktionen. Netzwerk-Kameras müssen nicht an einen PC angeschlossen werden. Sie arbeiten unabhängig und können an jeder kompatiblen IP-Schnittstelle mit dem Netzwerk verbunden werden. Davon unterschieden werden müssen Web-Kameras: Letztere müssen über USB oder IEEE1394 an einen PC angeschlossen werden, der ihre Daten weiterverarbeitet.

Netzwerkkamera

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